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Deutschland suchte den Superfreak.

Und hat einen gefunden. Sogar schon zum dritten Mal. Das denkt zumindest Wiebke Brauer, die für Spiegel online über die letzte Folge der dritten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ schreibt. Die von ihr gewählte Überschrift „Keiner kann gewinnen“ ist allerdings ein wenig irreführend: Das Format hat nicht umsonst schon mal den Bertelsmann Synergiepreis gewonnen. Und die Autorin selbst berichtet schließlich von zwei weiteren Gewinnern dieser Staffel:

Wer hätte gedacht, dass man sich statt dem maschinell agierenden Moderatorenpaar Marco Schreyl und Tooske Ragas jemals wieder die ehemaligen Gastgeber Carsten Spengemann und Michelle Hunziker herbeiwünschen würde.

Mehr? Bitteschön: Deutschland sucht den Superstar: Keiner wird gewinnen

“ … In den ersten Castings sangen sich 14.000 Jugendliche um – sofern vorhanden – Sinn und Verstand, der Zuschauer kringelte sich auf dem Sofa vor Amüsement angesichts so viel Selbstüberschätzung und Unvermögen. Der Grat zu RTL-Erfolgsformaten wie: „Upps – die Pannenshow“ ist schmal. Auch die letzten 20 Anwärter auf den Titel ließen es
herrlich an Talent mangeln. So befanden sich unter ihnen das
enervierende „DSDS-Küken“ Stephan Darnstaedt mit einem nicht zu stoppenden Tränenstrom, Daniel Munoz, der sich trotz semi-spanischer Herkunft und ganzer Gitarre nicht als Latin Lover erwies oder Fahrschullehrer Didi Knoblauch, der einmal ein Mädchen war. Deutschland sucht den Superfreak, so wollte man es sehen.

Sieben Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Show am gestrigen Abend, ein prächtiges Ergebnis. Dabei hatte im Vorwege niemand an den kommerziellen Erfolg der dritten Staffel geglaubt. Die Quoten der zweiten Auflage waren mäßig, nach den Gewinnern der vorhergehenden Shows krähte keine Hahn mehr – schon gar nicht nach schrillen Erscheinungen wie Daniel Küblböck. Doch der Erfolg der dritten Staffel überstieg alle Erwartungen: Sogar die von den zehn Finalisten besungene CD „Love Songs“ wanderte in den Charts von null auf eins. Nicht ganz unschuldig am Erfolg war auch die Kooperation mit der „Bild“-Zeitung, welche regelmäßig über sexuelle Vorlieben und Gemütszustände der letzten zehn Teilnehmer berichtete. …“

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