music industry

The Day The Music Died.

Ok, vielleicht nicht gleich die ganze Musik. Aber wenn sich irgendwann in der nicht mehr ganz so fernen Zukunft Plattenfirmen mal fragen sollten, was da am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts so falsch gelaufen ist und warum eigentlich, dann werden sie sich vielleicht an „das nächste große Ding“ erinnnern, die Episode mit Grup Tekkan, den drei Jungs, deren im Jugendzentrum aufgenommenes Video über das Internet zu TV Total gewandert ist und jetzt vielleicht ab Ende der Woche im Schallplattenhandel ihrer Wahl zu finden sein wird – oder natürlich überall im Netz.

„Grup Tekkan“ – eine lustige Geschichte in (vorläufig) sechs Kapiteln:

  1. Exposition: n¦tropie – „The next best thing“
  2. Ausarbeitung: Spreeblick – „Wo bist Du mein Sonnenlicht“
  3. Höhepunkt: Spreeblick – „Sonnenlicht reloaded“
  4. Wendepunkt: Spiegel Online – „Konkret Kopiert“
  5. Auflösung:n¦tropie – „F.A.Q.“
  6. Epilog:Spreeblick – „Ich werde doch noch Fan“

Ich finde es bemerkenswert, daß die deutsche Blogosphäre immer nur dann eine große Öffentlichkeit bekommt, wenn sie sich so verhält wie der Rest der Medien und eine Sau durchs Dorf treibt. Wird es auch in Deutschland mal einen „Trent-Lott-Moment“ geben, eine Situation, in der Blogs ein wesentliches Versäumnis der etablierten Medien aufdecken und sich als journalistisches Medium etablieren (jaja, das „Bildblog“, ich weiß)?

Oder sind die deutschen Medien – bei aller Kritik – doch zu gut? Denn das distribuierte Medien eine signifikante Öffentlichkeit herstellen können, zumindest wenn sie einen Nerv treffen, das kann, spästestens seit Grup Tekkan, nicht mehr ernsthaft bestritten werden.

Vielleicht wird sich also nicht nur die Musikindustrie in der Zukunft an die Episode erinnern.

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