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Ich bin Deutschland. Deutschland Gump.

Gerade lief der erste zwei Minuten lange Spot von „Du bist Deutschland“ in den öffentlich-rechtlichen Programmen.

Daher keine Analyse, sondern nur erste Eindrücke. Ich fühlte mich enorm an den Film erinnert, der auf der Expo 2000 im deutschen Pavillon lief. Aber der Unterton war anders. Der Anfang war ganz niedlich, bis zu dem Moment, wo ich den Eindruck bekam, man klagt mich ganz persönlich der Desertation, der „Feigheit vor dem Feind“ an, in Form von Leistungsverweigerung gegenüber dem Vaterland, zumindest aber als Miespeter. Die geistig-moralische Wende hat also hier zumindest statt gefunden.

Überaus ineressant finde ich, dass die Kampagne, die unter der kreativen Leitung von Oliver Voss bei Jung von Matt in Hamburg entstand, sich Alan Silvestri’s „Suite from Forrest Gump“ als Soundteppich ausgesucht hat. Denn diese federleichte Melodie gibt schließlich – so wie im Film – jede Menge Interpretationsmöglichkeiten zur Sinnfrage der Kampagne: Vom irgendwie inhaltsbestätigenden verbalen Prügel [„Doh, Du bist Deutschland, Forrest, kapier’s endlich“] bis zur buddhistisch angehauchten Akzeptanzphilosophie [„Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, sei zufrienden mit dem was Dir beschieden – auch bei uns“].

Das wird noch spannend!

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