Harter Tobak. Wenn man bedenkt, daß der Anlaß für den Text der morgige Weltfrauentag ist, sind das schon verdammt harte und wenig feierliche Worte, die da von der Titelseite der aktuellen ZEIT („Was will das Weib?„) schallen:

‚Die europäische Frauenbewegung ist dabei, zu einer Art Staatsfeminismus zu werden, einer Nelke in Aspik. Der schwedische Staat ist da beispielgebend. Er steht für „kollektive moralische Prinzipien und entscheidet, welche Lebensentwürfe erstrebenswert sind“…‘

Natürlich steht *jedes Gemeinsystem* für kollektive moralische Prinzipien und entscheidet, welche Lebensentwürfe erstrebenswert sind, die entscheidende Frage dabei ist daher: welche Freiheitsgrade bestehen (siehe auch meinen Artikel zum Grünen liberalen Selbstverständnis auf istdasliberaloderkanndasweg – „Cowboys, oder die Zukunft des Liberalismus„).

Und dabei kommt der von Mariam Lau im Artikel beschriebene Feminismus in der westlichen Welt ziemlich schlecht weg, während sie auf die Mißstände bei den Menschenrechten für Frauen und damit des Feminismus in anderen Teilen der Wet hinweist. Natürlich werden viele Ihre Wahrnehmung nicht teilen, wie auch die Reaktionen auf vorherige Artikel zum Thema bezeugen.

Aber ein solcher Artikel am Vorabend des Weltfrauentags sollte doch auch Anlaß zu Nachdenklichkeit sein.