Iraq

„Freiheit“ für Gazellen.

Daß die Befreiung von Saddam Hussein den wenigsten Menschen im Irak wirklich zu Freiheit verholfen hat, ist eine Erkenntnis, der sich angesichts der letztlich noch immer – mit immer unübersichtlicheren Koalitionsstrukturen – eskalierenden Stammesfehden/ethnischen Konflikte/Verteilungskämpfe im Lande selbst und der im Lichte dieser Entwicklung zumindest nicht unproblematischen „get out yesterday“-Haltung der Heimatfront wohl nur noch die Redenschreiber im Weißen Haus entziehen können, oder – müssen.

Ein ganz besonders trauriges Kapitel der Geschichte der vermeintlichen Freiheitsverschaffung hat die FAZ gestern als Titel der Rubrik „Bilder und Zeiten“ veröffentlicht. In Syrien, das sich nach dem erneuten Ausfall von Beirut als „Paris des Nahen Ostens“ offenbar zum Rotlichtviertel der Region entwickelt, müssen nun Flüchtlingsfamilien aus dem Irak ihre Töchter reichen Arabern andienen, damit die Familien durch den nahenden Winter kommen.

Lesenswert: Der Tanz der traurigen Gazellen.

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