Singles, Codes, and Evolution.

Ok, let’s face it. Mating, human mating in particular, is a complex communication process involving all sorts of biological and cultural codes that no one will ever really understand – except with hindsight, when we call it evolution, because that sounds much nicer than ignorance. Hence the proliferation of experts and (particularly paid for) advice on the matter – when no one actually knows anything, then everyone can contribute without ever really being wrong about what codes to use when.

Case in point, tonight I saw a poster ad for a singles’ party at the local university this Friday. Now I suppose some people may live under the impression that studying as a whole isn’t much more than a singles’ party, but apparently, that’s no longer the case – evolution, remember? But it wasn’t the party itself that I found interesting – apparently, the organisers are going to hand out differently coloured ribbons indicating a particular person’s willingness to flirt. While I understand that coloured ribbons or other signs have long played a certain role in identifying potential partners in particular, often sexual, subcultures, where colours are usually codes for the person’s specific preferences, I am a tad bit confused about colours indicating willingness to flirt at a singles’ party for students?

Seriously, how many different kinds of flirting are there that can be usefully differentiated? Well,  I guess I have to go and see evolution with my own eyes to find out…

Ladies, it’s in his arginine-vasopressine.

Looks like Carrie Bradshaw will lose her job pretty soon. If this research (article from Sueddeutsche.de in German) from the Swedish Karolinska Institut is indeed correct, Ms Bradshaw will no longer need to write advice columns about the mysteries of the alleged male unwillingness to couple up. Instead, in the last installment of her column, she will tell her female readership to take their men and have his genome processed to see if there’s a gene that will allow the production of sufficient levels of arginine-vasopressine. If not, then, with all due scepticism, it is suggested by the research, he may not be too big a fan of monogamy. Although, depending on the culture of your choice, he may still be inclined to marry – even 86 times, like this Nigerian man did, who has apparently been ordered to divorce 82 of his wives by a sharia court…

More on British sex (or the lack thereof)

Today, Reuters offers a possible, yet likely unrelated, explanation for the NHS’s attempts to help her majesty’s citizens to ‘sexercise’ sufficiently. According to the news agency

“half of UK men would swap sex for 50 inch TV.”

According to a survey of 2000 Britons, conducted by the British Electrical retailer Comet, asking what they would give up for a large television, it was allegedly found that 47 percent of men, yet only about a third of women would give up sex for half a year.

Questions of scientific and statistical validity notwithstanding, published just before Valentine’s day, even as a joke, that’s not exactly a compliment for British women…

Low Level Violence in der ZEIT.
Am Weltfrauentag sind Krieg und Hass männlich.

Die Zeit online beginnt den Weltfrauentag mit einer überaus sexistischen Einführung…

Bei ZEIT online wollen wir Zeichen setzen. Deshalb sollen am 8. März unsere Titel und alle Bilder auf der Homepage weiblich sein. Wir wollen uns bemühen, keinen Krieg, keinen Hass in die Überschriften zu lassen. Wir setzen auf die weiblichen Substantive: auf die Liebe, die Leidenschaft und die Vernunft. Es wird sicherlich auch Überschriften geben, die von Missgunst, Krisen und Niedertracht handeln. Denn – nun ja – auch das sind weibliche Wörter.

Krieg und Hass sind also männlich, Mißgunst, Krisen und Niedertracht weiblich. Nun ja. Ich freue mich schon auf die feminisierten Schlagzeilen über Bomben im Irak und einen DAX-Tagesverlauf in weiblichen Kurven…

(more…)

Ich war jung und brauchte das Geld…

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Für die n-tv.de Medienseite hat jemand herausgefunden, daß die Soft-Erotik-Filmreihe “Schulmädchen-Report” die Schauspielschule des Lebens für eine ganze Reihe heute bekannter deutscher Schauspieler war.

Mal ernsthaft…

Seit wann schreibt denn der Spiegel seine Schlagzeilen nach Bild Vorlage und mit Bindestrich?

“Sex-Lehrerin schickt Schüler Nacktfotos”

Ich hoffe, das bleibt ein Ausrutscher.

Ach ja, darum geht’s – eine wegen Sex mit einem Schüler offensichtlich zu acht Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilte ehemalige Lehrerin, soll nach ihrer Entlassung angeblich bereits zweimal gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen und zu dem betroffenen Schüler Kontakt aufgenommen haben (vermutlich per Email…). Daher ist sie nun bis zu einem weiteren Verfahren in Haft.

Mal ehrlich – ohne den Sex mit Bindestrich vor der Lehrerin ist die Geschichte wirklich nur eine Randnotiz, und keinen Eintrag im SpOn Newsletter wert, oder?

Ach ja, auch das ist passiert, während ich Nora Tschirner beim Fußballspielen bewundert habe: Die polnische Regierung gibt sich weiterhin jede erdenkliche Mühe, nicht ein einziges außenpolitisches Fettnäpfen auszulassen und damit die Gründe für die Kritiker einer engen energiepolitischen Zusammenarbeit mit Polen frei Haus zu liefern: What goes around comes around. Der polnische Außenminister Radek Sikorski zur geplanten deutsch-russischen Baltic Sea Pipeline:

“Wir sind besonders sensibel , wenn es um Korridore geht und darum, den Osten Europas anders zu behandeln als den Westen”, so der polnische Verteidigungsminister zu SPIEGEL ONLINE. “Das erinnert an Locarno und an den Molotow-Ribbentrop-Pakt. Das ist 20. Jahrhundert.” Der Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der stalinistischen Sowjetunion hatte 1939 zu einer Aufteilung Polens zwischen den beiden Mächten geführt.

Zwar habe Bundeskanzlerin Merkel den Polen Konsultationen zur Pipelinefrage angeboten, sagte der Minister auf Nachfrage weiter. Die deutsche Regierungschefin habe aber keine Bereitschaft gezeigt, an dem Deal etwas zu ändern. “Erst Entscheidungen zu treffen und dann Konsultationen anzubieten, ist nicht unsere Vorstellung von europäischer Solidarität”, so Sikorski. “Wir sind erstaunt, dass Deutschland etwas tut, das zum Nachteil der deutschen Konsumenten ist und dessen geopolitisches Ziel gegen Polen gerichtet ist.”

Die Ostseepipeline werde die deutschen Verbraucher sechs Milliarden Euro kosten, ohne dass sie dafür etwas bekämen. Dagegen untergrabe das Projekt das Vertrauen der Polen in ihren westlichen Nachbarn.

Nun mag man sich in der Tat fragen, ob es sich beim Pipeline Project um eine werthaltige Investition handelt. Aber daß die deutschen Verbraucher nichts für ihre zukünftigen Stromkosten bekommen, kann man nun nicht behaupten: Die Pipeline stärkt die gegenseitige Abhängigkeit Russlands und der EU, und reduziert die Abhängigkeit von Anbietern und Nachfrager von den Transitländern wie Polen.

Natürlich will niemand eine Konfrontation mit Polen. Aber das Problem ist doch schlicht, daß die polnische EU-/Politik der letzten Jahre, inklusive aller neu-europäischen Extratouren, mindestens soviel zu der Situation beigetragen hat wie das gute Verhältnis von Gerhard Schröder und Vladimir Putin.

Es wäre also angebracht, am Fundament für eine Zusammenarbeit in der Zukunft zu arbeiten, anstatt diese beim Jammern über die Konsequenzen einer problematischen Politik aus den Augen zu verlieren. Ich bin wirklich kein Fan von Jaques Chirac – aber hier hat mal wieder jemand die Chance verpaßt zu Schweigen.

Ach ja – Nora Tschirner ist wie immer sehenswert – auch wenn ihr neuer Film, der klischeebeladene FC Venus, leider nicht die geringste schauspielerische Herausforderung für sie bereithielt. Aber sie mag eben den Christian Ulmen… und ja, routiniert lustig ist der Film trotz der Klischees. Routine ist nicht schlecht, im Gegenteil, der neue neue junge deutsche Film muß Routine bekommen, bevor er sich kreativ wieder weiterentwickeln kann. Aber wie beim echten Fußball ist es auch hier in den Konsolidierungsphasen: Man erwartet Kunst und Inspiration und bekommt grade nur soviel davon, daß man hungrig bleibt, aber man nicht verhungert.

Die Saudis, der Sex und die Syrerinnen.

So wie es sich ja mittlerweile unter Technologiemanagern aller Nationen herumgesprochen hat, daß die Pornobranche eine treibende Kraft der technischen Entwicklung ist – es wird ja z.B. behauptet, daß die Unentschiedenheit der Produzenten im San Fernando Valley der wirklich wesentliche Grund für die Plattformstreitereien bzgl. der DVD-Nachfolgegeneration sei – erlaubt wohl auch die nicht-mediale Rotlichtbranche einen Blick in die Zukunft von Migrationsbewegungen und internationaler Arbeitsteilung.

Für Spiegel Online hat Jasna Zajcek einen höchst interessanten Überblick über den Markt der besonderen zwischenmenschlichen Dienstleistungen in Syrien geschrieben, einem Land, in dem Prostitution offiziell natürlich vollkommen verboten und mit hohen Gefängnistrafen belegt ist. Die Strafen sind nicht ganz so extrem wie in Afghanistan unter den Taliban, aber Frau Zajcecks Bericht ist wieder mal ein Beleg dafür, daß eine kulturell bedingte extrem restriktive Handhabung dieses Marktes weder die Kultur noch die das Geschäft ausübenden Frauen schützt.

Im Gegenteil, die männliche kulturelle Dominanz führt scheinbar dazu, daß die “costs of breaking the law” vor allem von den Frauen getragen werden, was in Extremfällen wie dem Afghanistan der 1990er Jahre
zwar nicht zum Verschwinden des ältesten Gewerbes der Welt geführt hat, wohl aber zur nahezu vollständigen Verelendung der Prosituierten, wie Berichte der afghanischen Frauenrechtsorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Agfhanistan) nahelegen (Rawa: Prostitution under the rule of Taliban) .

Immerhin, der Bericht legt nahe daß zumindest ein wesentlicher Teil der in Syrien tätigen Frauen der Tätigkeit aus eigenem Vermögensinteresse und nicht unter direktem Zwang nachgeht.

Im Hinblick auf das vor einigen Tagen bekannt gewordene Verhalten einiger Kölner Moslems wegen der Abbildung der Saudischen Flagge auf einem Plakat (neues Fenster) des Kölner Bordells “Pascha” ist der folgende Teil des Artikel ganz besonders Aufschlußreich…

Bei der Damaszener Immobilienagentur “Ak-Kaarai” mieten vor allem Saudis “Apartments mit Hausmädchen”, die sich dann um die Erfüllung aller Wünsche kümmern und bei Nichtgefallen von der Agentur ausgewechselt werden. Zu den Aufgaben des Hausmädchens gehört auch die Organisation von dienstbaren Kolleginnen rund um die Uhr.

Ein “Einsatz” wird normalerweise mit zwanzig Dollar berechnet, und “die ganze Nacht gibt es für hundert Dollar” erklärt leise ein Mitarbeiter der Agentur, der ungenannt bleiben möchte. Er beschreibt das Prozedere: Kurz nachdem der Auftrag die Damen auf ihrem Mobiltelefon erreicht, kommen diese per Taxi ins Apartment. Da der staatliche Sicherheitsdienst tagsüber, solange die europäischen Kulturtouristen den Charme der sechstausend Jahre alten Stadt genießen, wachsam ist, verhüllen sich die Damen aus dem ältesten Gewerbe der Welt zum “Special Room Service” unter Kopftuch und dem traditionellen, schwarzen islamischem Gewand.

22-9-05

The Glorious Eight 1

I just found this Washington Post article about The FBI finally joining the Bush administration’s War on Porn.

As Barton Gellman reported yesterday on page A21 of the paper,

“… the bureau’s Washington Field Office began recruiting for a new anti-obscenity squad. … The new squad will divert eight agents, a supervisor and assorted support staff to gather evidence against “manufacturers and purveyors” of pornography — not the kind exploiting children, but the kind that depicts, and is marketed to, consenting adults.”

It’s got a lot to do with attorney general Alberto Gonzales ambitions and his acceptability to Christian Conservatives and thus isn’t really interesting – the US has a history of obscenity vs. free speech conflicts, just ask Larry Flynt. But politically motivated initiatives like this seemed to have been out of fashion since the Reagan presidency. Clearly, the new top-priority unit consisting of 8+1 porn-fighters will keep America’s thriving porn industry from further subverting “family values”… although, the recruitment may turn out to be harder than expected, as an agent told the reporter – on condition of anonymity-

“Honestly, most of the guys would have to recuse themselves.’ …

I guess this means we’ve won the war on terror,’said one exasperated FBI agent, speaking on the condition of anonymity because poking fun at headquarters is not regarded as career-enhancing. ‘We must not need any more resources for espionage.’

Among friends and trusted colleagues, an experienced national security analyst said, ‘it’s a running joke for us.’

A few of the printable samples:

“Things I Don’t Want On My Resume, Volume Four.”

“I already gave at home.”

I suppose one of the perks coming with this job would be government sponsored tickets to the annual San Francisco Masturbate-a-thon.

19-10-03

Olfactory Pleasures

are more likely for those who engage in regular sexual intercourse, according to a study that has been published in the British Medical journal, reports Forbes.com’s Alan Farnham. And better sense of smell is only a small part of it: “Having regular and enthusiastic sex … confers a host of measurable physiological advantages, be you male or female.” Anyone have the Vatican’s spin on this?

Skandal im Sperrbezirk?

The ongoing investigation regarding a ring of east European women trafficers that has led to alligations of Cocaine posession against the German “political” talk show host and vice-chairman of the Central Council of Jews in Germany, Michael Friedman seems likely to become some sort of the Berlin Republic’s first Heidi Fleiss scandal.

Meanwhile, Sueddeutsche Zeitung reviews the Bonn Republics history of scandals and comes to the conclusion that there really wasn’t anything saucy… but now, luckily, things are about to change ;-).