almost a diary, cinema, filme

„Pilù – das andere Leben“ – Drehnotizen mit Claude Monet

Im Sommer 2006 drehte mein Freund Sebastian Linke seinen Diplomfilm „Pilù – das andere Leben“. Ein Projekt, zu dessen Gelingen ich ein wenig Musik und jede Menge Ton beisteuern konnte. Jetzt hat er das Geschehen vor, dabei und nach dem Dreh auf seiner Webseite s-bust-show.de in einem lesenswerten Text zusammengefaßt. Sicher spannend für jeden, der sich für Filme – und vor allem deren Realisierung ohne oder nur mit sehr kleinen Budgets interessiert. Meine Songs zum Film inklusive Video finden sich hier auf almostadiary.de unter der Kategorie „Songs“ oder aber auf der Webseite des Films unter „Sehen und Hören„.

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Allgemein

Wo Frank Schirrmacher Recht hat, hat Frank Schirrmacher Recht.

Es wird nicht so besonders viele Punkte geben, in denen Frank Schirrmacher und ich einer Meinung sind. Aber in Bezug auf die unsägliche Debatte rund um den Film „Valkyrie“, in dem der bekennende Scientologe Tom Cruise Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen wird, sind wir uns offenbar einig (mit Ausnahme der Einschätzung der Zuwortmeldung von Florian Henckell von Donnersmarck). In der heutigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung skizziert Schirrmacher „Die unmögliche Mission„. Weiterlesen

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cinema, media

The Life of Others II

I’m not too sure what I’m thinking about „Daily Variety“ reports from Hollywood indicating the possibility of a Hollywood remake of Florian Henckel von Donnersmarck’s „The Life of Others“ - „Das Leben der anderen“. After all the original just won the Oskar for „best non-English language film.“

Of course, those allegedly interested in midwifing the project, Bob and Harvey Weinstein as well as Sydney Pollack and Anthony Minghella, aren’t just anyone. But since the only successful Hollywood remakes of a European films I can think of off the top of my head were „Nikita“, „True Lies“, and „Three men and a baby“ – all of which weren’t exactly rooted in French culture, a remake of „The Life of Others“, seems like a natural candidate for a „lost in translation“-style disaster. I’m saying this inspite of my sympathy for every project exposing the danger of the eavesdropping culture that is slowly being established in the US as well as in Europe.

Maybe it was that what Steven Spielberg meant, when he, according to Donnersmarck’s own words, congratulated him after the ceremony by saying – „You’ll never get over this.“

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almost a diary, cinema, filme

Großes Kino made in Mainz!

Pilù und Pandemia - Großes Kino made in Mainz Wer hätte gedacht, daß ich an dieser Stelle mal Auszüge aus einer Pressemitteilung veröffentlichen würde. Macht mich das gleich zum Business Blogger? Oder vielleicht zum Kultur-Blogger, angesichts des Sachgegenstands? Vielleicht sind Kategorien aber auch einfach unangebracht, wenn es um die Premiere des neues Films eines Freundes geht, an dem ich auch noch mitgewirkt habe. Also ergeht die Einladung ohne weitere Umschweife, denn –

Es tut sich was im Mainzer Kino! Drei Jahre nach der Premiere ihres erfolgreichen Kultstreifens „CARNE VALE – Fastnacht der toten Seelen“ (DVD – Kurtsfilme.de) stellen die Mainzer Filmemacher Sebastian Linke und Daniel Stümpfig ihre jüngsten Werke erneut in der Gutenbergstadt der Öffentlichkeit vor. Die Filme „PANDEMIA“ (Stümpfig) und „PILÙ oder das andereLeben“ (Linke) werden am 2. Februar 2007 um 20 Uhr in der Kultur-Kasematte in Mainz mit anschließender Premierenfeier uraufgeführt.

Zwei außergewöhnliche Kurzfilme mit einer Gesamtlänge von 50 Minuten und anschließender Premierenfeier – zu erleben am 2. Februar um 20 Uhr in der Kultur-Kasematte (Zitadellenweg 1, 55131 Mainz), der Eintritt kostet drei Euro. Die Regisseure und ihre Teams sind anwesend und freuen sich, dem Publikum und Vertretern der Presse Rede und Antwort zu stehen.

Letzteres gilt selbstverständlich auch für mich. Ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte der Titelmusik habe ich an dieser Stelle ja bereits vor einigen Tagen geschrieben. Alles andere dann vor Ort…

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almost a diary, German Politics, oddly enough, sex

Mal ernsthaft…

Seit wann schreibt denn der Spiegel seine Schlagzeilen nach Bild Vorlage und mit Bindestrich?

„Sex-Lehrerin schickt Schüler Nacktfotos“

Ich hoffe, das bleibt ein Ausrutscher.

Ach ja, darum geht’s – eine wegen Sex mit einem Schüler offensichtlich zu acht Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilte ehemalige Lehrerin, soll nach ihrer Entlassung angeblich bereits zweimal gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen und zu dem betroffenen Schüler Kontakt aufgenommen haben (vermutlich per Email…). Daher ist sie nun bis zu einem weiteren Verfahren in Haft.

Mal ehrlich – ohne den Sex mit Bindestrich vor der Lehrerin ist die Geschichte wirklich nur eine Randnotiz, und keinen Eintrag im SpOn Newsletter wert, oder?

Ach ja, auch das ist passiert, während ich Nora Tschirner beim Fußballspielen bewundert habe: Die polnische Regierung gibt sich weiterhin jede erdenkliche Mühe, nicht ein einziges außenpolitisches Fettnäpfen auszulassen und damit die Gründe für die Kritiker einer engen energiepolitischen Zusammenarbeit mit Polen frei Haus zu liefern: What goes around comes around. Der polnische Außenminister Radek Sikorski zur geplanten deutsch-russischen Baltic Sea Pipeline:

„Wir sind besonders sensibel , wenn es um Korridore geht und darum, den Osten Europas anders zu behandeln als den Westen“, so der polnische Verteidigungsminister zu SPIEGEL ONLINE. „Das erinnert an Locarno und an den Molotow-Ribbentrop-Pakt. Das ist 20. Jahrhundert.“ Der Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der stalinistischen Sowjetunion hatte 1939 zu einer Aufteilung Polens zwischen den beiden Mächten geführt.

Zwar habe Bundeskanzlerin Merkel den Polen Konsultationen zur Pipelinefrage angeboten, sagte der Minister auf Nachfrage weiter. Die deutsche Regierungschefin habe aber keine Bereitschaft gezeigt, an dem Deal etwas zu ändern. „Erst Entscheidungen zu treffen und dann Konsultationen anzubieten, ist nicht unsere Vorstellung von europäischer Solidarität“, so Sikorski. „Wir sind erstaunt, dass Deutschland etwas tut, das zum Nachteil der deutschen Konsumenten ist und dessen geopolitisches Ziel gegen Polen gerichtet ist.“

Die Ostseepipeline werde die deutschen Verbraucher sechs Milliarden Euro kosten, ohne dass sie dafür etwas bekämen. Dagegen untergrabe das Projekt das Vertrauen der Polen in ihren westlichen Nachbarn.

Nun mag man sich in der Tat fragen, ob es sich beim Pipeline Project um eine werthaltige Investition handelt. Aber daß die deutschen Verbraucher nichts für ihre zukünftigen Stromkosten bekommen, kann man nun nicht behaupten: Die Pipeline stärkt die gegenseitige Abhängigkeit Russlands und der EU, und reduziert die Abhängigkeit von Anbietern und Nachfrager von den Transitländern wie Polen.

Natürlich will niemand eine Konfrontation mit Polen. Aber das Problem ist doch schlicht, daß die polnische EU-/Politik der letzten Jahre, inklusive aller neu-europäischen Extratouren, mindestens soviel zu der Situation beigetragen hat wie das gute Verhältnis von Gerhard Schröder und Vladimir Putin.

Es wäre also angebracht, am Fundament für eine Zusammenarbeit in der Zukunft zu arbeiten, anstatt diese beim Jammern über die Konsequenzen einer problematischen Politik aus den Augen zu verlieren. Ich bin wirklich kein Fan von Jaques Chirac – aber hier hat mal wieder jemand die Chance verpaßt zu Schweigen.

Ach ja – Nora Tschirner ist wie immer sehenswert – auch wenn ihr neuer Film, der klischeebeladene FC Venus, leider nicht die geringste schauspielerische Herausforderung für sie bereithielt. Aber sie mag eben den Christian Ulmen… und ja, routiniert lustig ist der Film trotz der Klischees. Routine ist nicht schlecht, im Gegenteil, der neue neue junge deutsche Film muß Routine bekommen, bevor er sich kreativ wieder weiterentwickeln kann. Aber wie beim echten Fußball ist es auch hier in den Konsolidierungsphasen: Man erwartet Kunst und Inspiration und bekommt grade nur soviel davon, daß man hungrig bleibt, aber man nicht verhungert.

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cinema, oddly enough

Filme nicht nur für Stadtneurotiker.

Ins Kino mit dem Psychotherapeuten? Warum nicht? Musiktherapie gibt es schließlich auch: Ernst Corinth für Telepolis über „Filme gegen Rezept“:

„Die Grundidee ist äußerst simpel. Patienten erkennen sich und ihre persönliche Situation in bestimmten Filmszenen wieder, können danach besser ihre Gefühle beschreiben oder über ihre Probleme reden. Außerdem können ausgewählte Filme eingesetzt werden in Fällen von beispielsweise Antriebslosigkeit, zur Trauerarbeit, bei Ehekrisen, ja, fast in jeder schwierigen Lebenssituation.

Andererseits… die in dem Artikel erwähnte Webseite der amerikanischen Film-Therapeutin Birgit Wolz, Cinematherapy.com, führt im Bereich romantic love „Das Schweigen der Lämmer“ auf. Zum Thema Vertrauen… naja. Aber im Bereich romantische Liebe? Psychologen haben da wohl doch ein wenig andere Vorstellungen als unsereins.

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cinema

By the way…

Humphrey Bogart was really miscast in „Sabrina“ (1955). I think Harrison Ford is clearly better as Linus Larabee in the 1994 remake. I’m sorry for Julia Ormond though. She’s seriously cute – but did she ever have a fighting chance against Audrey Hepburn? I don’t think so.

Still, on balance, I’d say the remake is better than the original, which is quite unusual. Watch it now, if you’re in Germany, understand German, and receive BR3 (31/10/05, Bayerisches Fernsehen, 23:05).

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cinema

Immigrant Connection.

Immigrant Connection.I’ve just come back from watching „Kebab Connection“, a new semi-independent movie following on the heels of last year’s surprise comedy success „S�perseks“ and, – less obvious – Fatih Akin’s smash hit „Gegen die Wand“ (Head On). The Kebab Connection is set in the Akin urban immigrant universe, is partly payed by Akin-Alumni like Sibel Kelkili, has been co-authored by him, and yet he did not direct the movie.
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