Bürgerrechte, Datenschutz, German Politics, internet, privacy

Stasi 2.0 – DEMO IN WIESBADEN

Der Flyer sagt eigentlich alles. Aus der Ankündigung –

„Parallel zur Großdemonstration in Berlin initiiert der Chaos Computer Club Mainz einen Protestmarsch in der Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Gemeinsam wollen die Demonstranten zeigen, dass sie nicht mit der “Sicherheits”-Politik hierzulande einverstanden sind. Sie Protestieren gegen den Bundestrojaner ebenso wie gegen die Vollprotokollierung der gesamten innerdeutschen Kommunikation.“

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songs, songwriting

Mehr Mond über Mainz

SpringtOifel in Concert, selbst aufgenommen in Leipzig, Dezember 2005Als ich im Januar an dieser Stelle den von Sebastian Linke (Text) und mir (Musik) unter anderem beim letztjährigen Rio Reiser Songpreis eingereichten Song „Mond über Mainz“ vorgestellt habe, habe ich ja bereits erwähnt, daß Sebastian als Schlagzeuger der Mainzer Oi!-Punk Formation „SpringtOifel“ (Wikipedia.de) immer einen schönen deutschsprachigen Text aus dem Ärmel oder der Schublade schütteln kann.

Was ich aber im Januar noch nicht angedeutet habe, ist, daß die ursprüngliche Motivation für den Song nicht zuletzt das überaus spannende kreative Experiment eines Crossovers meiner als „adult contemporary“ einzuordnenden Komposition mit der rauen Oi!-Punk Inspiration der SpringtOifel war.

Das höchst interessante und hörenswerte Ergebnis dieser Kombination – eine Ska Version des Songs – kann man dann auf dem demnächst erscheinenden Album der SpringtOifel – „Engelstrompeten & Teufelsposaunen“ – verkosten. Als Vorgeschmack aber bieten die SpringtOifel „Mond über Mainz“ und drei weitere Songs (allerdings nicht vollständig) als mp3 auf ihrer Webseite zum Anhören und Herunterladen an.

Update: Hier gibt’s den Mond auf myspace zu hören.

Und meine Version gibt es zum Vergleich gleich hinterher –

Viel Spass!

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almost a diary, Fußball, Sport

Der Spiegel stimmt ein: Hymne auf den FSV

Mara Braun erklärt für Spiegel Online wie ihr Verein sie fand und findet dabei Worte, die wohl jedem Spätberufenen aus der Seele sprechen werden…

Meine Liebe zu Mainz 05 ist eine späte, und manchmal finde ich es schade, dass ich, wenn ich irgendwann mit eigenen Kindern im Fanblock stehen werde, nichts davon erzählen kann, wie mich einst eine erwachsene Hand zum ersten Mal in die Nähe des heiligen Rasens geführt hat. Oder darüber, wie ich auf Papas breiten Schultern meine ersten Spiele gesehen und zu jedem Kindergeburtstag ein neues rotes Trikots bekommen habe. Dann wünsche ich mir seufzend, die gemeinsame Geschichte mit meinem Verein hätte viel früher begonnen.

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Fußball, Sport

Wir wollen doch nur spielen. In der ersten Bundesliga.

Als Hans Meyer, Trainer des 1. FC Nürnberg, gestern Abend im Aktuellen Sportstudio seine Fußballphilosophie dahingehend beschrieb, daß er seinen Profis immer wieder klarmache, daß es sich bei ihrem Beruf um ein „Spiel“ handele, da war mir klar warum er sich – abseits aller Rivalität auf dem Platz – mit Jürgen Klopp so gut versteht. Denn das Spielerische, das „Spielen wollen“, ist vielleicht das wesentlichste Merkmal der von Klopp trainierten und oft etwas abschätzig als „Karnevalsverein“ bezeichneten Mannschaft.

Natürlich ist es nicht immer einfach, ein solches Prinzip hochzuhalten, wenn es nicht in der eigenen Natur liegt und die sportliche Situation keinen Anlaß zu Jubelarien gibt – so wie es in der gesamten Hinrunde für Mainz 05 der Fall war. Sollte Nürnberg unter Hans Meyer einmal in eine solche Situation geraten, würde sich schnell herausstellen, ob auch in Nürnberg der Verein und das Umfeld seine für den Profifußball schließlich geradezu wesensgehaltsverändernde Einstellung teilt.

In Mainz wußten wir das zwar schon immer. Aber auch ein wenig Selbstvergewisserung ist manchmal ganz angenehm – erst recht, wenn sie so unprätentiös und dennoch pathetisch formuliert ist, wie in diesem NEON-Forums-Artikel von „beenerin.

„Die Hoffnung nicht aufgeben. Den Glauben nicht verlieren. „Jetzt erst recht!“ zierte als Schriftzug die Caps und Mützen von Spielern und Trainerstab. Und: „Wir können das hier noch wenden!“, wurde Kloppo nicht müde zu beteuern. „Mainz ist noch nicht abgestiegen, auch wenn das manch einer jetzt schon glaubt!“, beteuerten Präsident und Manager einheitlich und mit fester Stimme.

Und die Fans? Standen zu ihrer Mannschaft, ohne sich erkennbare Vertrauensmängel anmerken zu lassen. Natürlich schummeln jene, die sagen sie hatten keinen düsteren Moment gehabt, in dem ihnen der rechte Glaube fehlen wollte. Und selbstverständlich hat man das Stadion oder die Kneipe öfter mal verlassen und geflucht über den Grottenkick, neben dem einem mehr Bier in den Hals geflossen war als geplant – oder man sich im Stadion auf deutsch gesagt den Arsch abgefroren hatte: und für was? Aber nichts brachte die Besetzung der Mainzer Fanblocks dazu, ihre Unterstützung für das Team oder den Verein aufzugeben: es wurde mit-gekämpft.

Die Spieler wurden nach jeder Heimniederlage mit einem überzeugten „Auswärtssieg“- Sprechgesang angefeuert, Trainer und die Buben in rot-weißen Shorts nie angefeindet oder gar ausgebuht. Als die Mannschaft auf den letzten Platz abrutschte, bekräftigten die Fans ihren Zusammenhalt mit dem Verein, in dem sie Transparente trugen, auf denen zu lesen war, „Ich geh mit meiner Laterne!“. Und heute, wo in Mainz plötzlich ein Spiel nach dem anderen gewonnen wird, da gibt es keinen Fan, der sich nicht sicher ist, einen Anteil am wiedergekehrten Erfolg zu haben. „Weil, ich hab doch immer an die Jungs geglaubt. Und an den Kloppo. Der macht das schon!“

Das ist mein Verein.“

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media, web 2.0

Besser spät als nie.

Kaum dreieinhalb Jahre nachdem ich meiner Schwester, die damals am Journalistischen Seminar der Uni Mainz einen Masterstudiengang absolvierte, den Vorschlag machte, doch zumindest im Rahmen ihres „online-publishing“-Seminars zu bloggen (oder den Vorschlag zumindest weiterzureichen), und fast zwei Jahre nach Lyssas Blog-Vorlesung am Gutenbergplatz hat nun auch das Journalistische Seminar der Uni Mainz ein Blog

Naja, besser spät als nie. Sollte sich jemand von dort hier her verirren – ein paar einleitende Worte zu Blogs und der journalistischen Ausbildung finden sich hier.

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almost a diary, cinema, filme

Großes Kino made in Mainz!

Pilù und Pandemia - Großes Kino made in Mainz Wer hätte gedacht, daß ich an dieser Stelle mal Auszüge aus einer Pressemitteilung veröffentlichen würde. Macht mich das gleich zum Business Blogger? Oder vielleicht zum Kultur-Blogger, angesichts des Sachgegenstands? Vielleicht sind Kategorien aber auch einfach unangebracht, wenn es um die Premiere des neues Films eines Freundes geht, an dem ich auch noch mitgewirkt habe. Also ergeht die Einladung ohne weitere Umschweife, denn –

Es tut sich was im Mainzer Kino! Drei Jahre nach der Premiere ihres erfolgreichen Kultstreifens „CARNE VALE – Fastnacht der toten Seelen“ (DVD – Kurtsfilme.de) stellen die Mainzer Filmemacher Sebastian Linke und Daniel Stümpfig ihre jüngsten Werke erneut in der Gutenbergstadt der Öffentlichkeit vor. Die Filme „PANDEMIA“ (Stümpfig) und „PILÙ oder das andereLeben“ (Linke) werden am 2. Februar 2007 um 20 Uhr in der Kultur-Kasematte in Mainz mit anschließender Premierenfeier uraufgeführt.

Zwei außergewöhnliche Kurzfilme mit einer Gesamtlänge von 50 Minuten und anschließender Premierenfeier – zu erleben am 2. Februar um 20 Uhr in der Kultur-Kasematte (Zitadellenweg 1, 55131 Mainz), der Eintritt kostet drei Euro. Die Regisseure und ihre Teams sind anwesend und freuen sich, dem Publikum und Vertretern der Presse Rede und Antwort zu stehen.

Letzteres gilt selbstverständlich auch für mich. Ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte der Titelmusik habe ich an dieser Stelle ja bereits vor einigen Tagen geschrieben. Alles andere dann vor Ort…

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songs, songwriting

Mond über Mainz

Nachdem ich gerade ein Podcasting Plugin gegen ein anderes ausgetauscht habe, und ich mich im Moment des Eindrucks nicht erwehren kann, daß es funktioniert, kommt hier ein neuer Song. Ein deutscher diesmal, allerdings ist der Text nicht von mir, sondern von meinem Freund Sebastian Linke, der nicht nur Filmemacher, sondern auch Schlagzeuger der Mainzer Oi!-Punk Formation „SpringtOifel“ (Wikipedia.de) ist. Daher hat er auch fast immer einen deutschen Text in der Schublade, aus der er letztes Frühjahr den zu „Mond über Mainz“ zog.

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compulsory reading, photoblogging

Bloglese­nachlese

Die mangelnde Einbindung meines Blogs in der deutschen (trotz der so vielversprechenden Domain…) und – viel wichtiger – regionalen Blogosphäre wurde mir am letzten Freitag mal wieder dramatisch vor Augen geführt. Wenn ich nicht eher zufällig noch mal auf Gerrit van Aakens immer lesenswertem Designblog Praegnanz.de vorbeigeschaut hätte – die erste Mainzer Bloglesung wäre an mir vorbeigegangen, genau so wie die Entwicklung der regionalen Blogosphäre offenbar an mir vorbei gegangen ist.

Welche regionalen Blogs kannte ich denn vor Freitag Abend? Die 6th international von Mrs Tilton, meiner Mitautorin bei A Fistful Of Euros, Gerrits praegnanz.de (Tip: er ist beim May 1st reboot dabei, ich werde das bei afoe nicht mehr schaffen!), und an Bebals Blog erinnnere ich mich entfernt aus den Zeiten als Gentry Lane noch Freud’s Fave war. Die Chancen, bei der ersten Mainzer Blognacht eine enorme Bereicherung meines blogkulturellen Horizonts zu erfahren, standen also nicht schlecht.

Die Lesenden waren:

Ynnette – Die ewige Baustelle im Kopf
Der Haken – on Creatives, Economics, Geekystuff, Politics, WhatEver …
Gerrit van Aaken
The Saint – via est finis
Bandini – Bandinis Tage
Don Dahlmann – irgendwas ist ja immer

Es ist wohl eine interpretationsbedürftige kulturelle Aussage daß sich Bloglesungen als Form des Bloggertreffens in Deutschland besonderer Bedeutung erfreuen, denn hier bedingen sich Form und Inhalt in besonderer Weise, und damit bietet sich auch denjenigen Kritikern eine Angriffsfläche, die – nicht völlig grundlos – eine gewisse Inkompatibilität zwischen Medium und Vortragsform zu erkennen glauben. Aber manchmal muß man inhärente konzeptionelle Schwächen einfach zur Seite schieben, und sich offen auf das einlassen, was da kommen würde.

So gesehen war dann auch die Anwesenheit des Wirtschaftsdezernenten der Stadt Mainz, Franz Ringhofer, bei der vom Webportal Doppelklicker.de des Mainzer IT-Dienstleisters Schwarzer.de organisierten, kulturellen Veranstaltung angemessen. Er ist vermutlich der erste Politiker ist, der statt salbender Worte zur Begrüßung seinen Landtagswahlabend in Form eines – imaginären – Blogbeitrags vortrug, mit dem er die Eigenheiten von Blogs als literarischem Genre – inklusive aller Schwächen – wohl intuitiv korrekt erfaßt hat, auch wenn wohl jedem klar war daß nicht alle Beiträge an die sprachliche Qualität einer Katharina Borchert alias Lyssa heranreichen würden.

Dennoch, insgesamt fand ich das sprachliche Niveau durchaus ansprechend, auf keinen Fall lag es unter dem, was man bei so manch „professioneller“ Dichterlesung zu hören bekommt, für die die Texte nicht selten durchredigiert werden.

Das wiederum ist ein interessanter Hinweis auf die – zumindest im immer noch embryonalen Zustand der deutschen Blogosphäre – funktionierenden Selbstauswahlmechanismen des Mediums als Literaturform: Tagebuchform hin, best-of-my-blogposts-Auswahl her, letztlich wurden zumeist keine dear-diary-Autobiographien vorgetragen, die aufgrund von Form und Inhalt nur für den Autor und seine direkte Umgebung interessant sein können.

Vielleicht wäre es für die Entwicklung von Bloglesungen aber mal interessant, das was Gerrit van Aaken als das wesentliche Problem seiner Lesung sah – die tendenzielle Nichtlesbarkeit von nicht erzählenden Blogbeiträgen – als Chance zur begreifen, die Grenzen der Kunstform zu sprengen. Vielleicht sollte man wirklich mal Beiträge aus Linkhub-blogs lesen, oder solche, die sich mit der Frage der standardkonformen Ausbügelung von Box-Model-Fehlern im Internet Explorer 5.5 auseinandersetzen.

Bei jedem Kunstwerk liegt die Schönheit natürlich im Auge des Betrachters, und so war es auch an diesem Abend – wie nicht zuletzt der Schlußsatz von The Saints Nachbesprechung belegt, der eine ganz und gar nicht uninteressante Frage stellt:

„Apropos Podcast, wenn mir irgendeiner mal sagen kann wer die Kleine war, die mit dem Podcast-Mikro rumgesprungen ist, her damit *pfeif*“

PS – Einen kurzen Podcast mit Stimmen aus dem Publikum und drei Kurzinterviews mit Lesenden gibt es bei La Ultima Ola. Mehr Berichterstattung soll in den kommenden Tagen bei www.doppelklicker.de stattfinden.

PPS – Kommentare werden zwar grundsätzlich akzeptiert, aber aufgrund eines Perl-Versionskonflikts bei meinem Noch-Provider ist das System im Moment leider etwas instabil.

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Fußball, Mainz, songs, songwriting

Carnival Junkies

Back in 2004, my home team Mainz 05 was finally promoted to the first division of the German Bundesliga after having been beaten on the last day twice in a row. First by asingle point, then by a single goal. It was a tragedy not many teams would have been able to digest, let alone beat the odds and be promoted the third time around.

But Mainz 05 is a special club in more ways than one. It’s a club that, above all, celebrates playing the game. But, then again, maybe that’s not too surprising for a football team based in a town with even more carnival tradition than Rio (sorry Roberta ; – I agree that the Cariocas have come up with something unique – but we’re just a little older over here).

So when Mrs. T., one of my fellow authors at www.fistfulofeuros.net, and native to Ireland, decided to honor the lads‘ promotion with an English poem in 2004, I came up with the idea to write an English song based on the poetry –

„Climb wither though couldst not before
Now freed at last from gravity’s restraints
To the Empyrean on eagle’s wings
O thou heroic FSV Mainz“

However, even disregarding the „eagle“ thing (Eintracht Frankfurt, a regional competitor uses the bird as logo), I just could not come up with a decent hook using these words, and eventually, I put the idea to rest for a while.

So it wasn’t until I read in the supporter’s web forum „„www.kigges.de“ that fans were trying to translate some German songs and looking for suitable English material a bit more specific than the classic from „Caroussel“ now that Mainz have been chosen to play in the UEFA cup qualifiers based on fair-play criteria that I decided to give the idea another go. I eventually decided against using Mrs T.’s poem, rewrote the lyrics, and suddenly everything fell into the right place – or so I think.

Now the song is called „Carnival Junkies“, a title that is not just a summary of much of what I think the team and their supporters are about, but also an hommage to the Californian singer/songwriter Cindy Alexander, who has written a song called „Carnival Junky“ back in 2001 (I think).

For the time being, it’s a VST based, home-produced, demo and available as mp3 (128kbit, enclosed). Words, music and vocals by Tobias Schwarz, 2004-2005. Note that I have not been able to stand to sing due to a leg injury… Please contact me about ideas for commodification, should you have any. Enjoy!

Lyrics –

(Intro)
05 05 05 05 (x4)

(Verse 1)
Feels like we’re at home
In red in white we
Face the floodlight
You’ll never walk alone
In bust or boom,
Glory or gloom.

Don’t know why we
Feel that way
It’s been like that
Since our first day.

(Chorus)
Mainzer!
We’re Carnival junkies
who know how to play ball
We’ll never falter
We will stand tall (05)
Not for the money or for the fame
We just want to
play the game (05)
We’re Carnival junkies
Always up for a fight
You’ll feel the fire we will ignite (05)
For all the money and all the fame
We’ll stay the same
And win the game (05)

(Interlude)
05 05 05 05

(Verse 2)
We held our heads high
When we were down cause
We knew all the time
They may laugh in our face
We’d try again
We’d win the race.

Don’t know why we
Feel that way
It’s been like that
Since our first day.

(Chorus)

(Primary Bridge)
We’ll be singing when we’re winning
When the cups are coming home
When you ask what really matters
We’ll tell you it’s in our soul
We tasted our share of sand
We’ve been down there before
However tough, we will get up
You’ll know it when we score!

(Chorus x2)

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