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Kommentartagebuch (I)

Ich habe mir überlegt, daß es eigentlich keine schlechte Idee ist, einige der längeren und besseren Kommentare, die ich auf anderen Webseiten und blogs (außer bei afoe natürlich) hinterlassen habe, auch in meinem proto-Tagebuch zu speichern, denn sie sind schließlich auch ein nicht unbedeutender Teil meines web-logs. Heute also Teil I des Kommentar-Tagebuchs – ein Kommentar zum Beitrag „Unser aller Feind: Gender Mainstreaming“ von Rochus Wolff, veröffentlicht im genderblog am 16. Januar 2007. Im Ursprungsbeitrag geht es um die mediale Aufarbeitung des Themas Gender Mainstreaming. Weiterlesen

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video

Geflasht.

Kein Mensch weiß so ganz genau, was Gender Mainstreaming nun eigentlich sein soll, abgesehen von einem Haushaltsposten natürlich. Damit das nicht so bleibt, hat die für Gender Mainstreaming verantwortliche Stelle im Bundesministerium für Frauen, Familien, Senioren, Jugend und Haustiere ein nettes Flash-Filmchen ins Netz gestellt, das auf der Diskussion vollkommen angemessen niedrigen Niveau einmal allgemeinverständlich zu erklären versucht, was Gender Mainstreaming eigentlich ist – und dabei irgendwie wohl doch wieder nur ein Haushaltsposten geworden ist. Weiterlesen

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oddly enough, Science

The new feminism?

Given that really no one, including self-identified feminists, really knows what feminism actually is, or, rather, can agree upon a useful definition thereof, I find it strange that hardly any day passes in Germany these days without yet another public demand for a „new feminism (today featuring Thea Dorn, in the Parliamentary Publication „Aus Politik und Zeitgeschichte“, in German).“ Well, maybe that is all well, and if more choice is really helping, I’m only happy to help to add to the confusion and propose a „medical“ version – which, I may add, goes back to the origins of the term, as Sally Haslanger and Nancy Tuana write in the Stanford Encyclopedia of Philosophy,

„[i]n the mid-1800s the term ‘feminism’ was used to refer to „the qualities of females“, and it was not until after the First International Women’s Conference in Paris in 1892 that the term, following the French term féministe, was used regularly in English for a belief in and advocacy of equal rights for women based on the idea of the equality of the sexes.“

Probably thinking of those humble origins, reporting from the sixth annual meeting of the International Society for the Study of Women’s Sexual Health, Salon.com explains today that science is only now realising something most men have always known on some level – no one, not even women themselves, really know anything about women. In what may be the scary state of art in scientific exploration of female sexuality,

„… sexologist Michael Sand told the Tribune, „We don’t understand normative, healthy sexuality well enough to make judgments about what’s dysfunctional.“ … According to one of the governing models, it „starts with desire, progresses through excitement or arousal and ends with orgasm.“ Sand received a prize for his research on female sexuality…“

But there’s hope for the discipline: Medical companies are known to be busy investing in their own model of feminism, although it is unclear if the result will be little pink pills…

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quicklink

Shining Beauty, II

Karl Lagerfeld allegedly is a great designer. Who knows. But he does have an eye for beauty, as this myspace video of a private photoshoot with Nicole Kidman clearly shows. I wonder if my ability to express myself in her presence would be as limited as Mr Lagerfeld’s, who is clearly at a loss for words to describe what he sees…

By the way – the video seems to be a teaser for Lagerfeld’s autobiographic documentary „Lagerfeld confidential“, which is being shown at this year’s Berlinale Festival (the film’s myspace page).

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oddly enough

World Naked Bike Ride 2007 in Brisbane – nackte Jungs in Socken.

Vielleicht wird der diesjährige World Naked Bike Ride nicht nur den Umweltaktivismus weiterbringen, sondern jeden, der an Antworten auf die im Geschlechterkampf ewige Frage des kulturellen, oder biologischen Einflusses auf menschliche Paarungsentscheidungen interessiert ist.

Denn seit vor einigen Jahren in der britischen BBC-Fernsehserie Coupling bereits in der zweiten Episode („size matters“, wer hätte das gedacht) die Frage nackter männlicher Sockenträger verhandelt wurde, konnte eine überkulturelle, also vermutlich biologisch bedingte, Abneigung von Frauen gegenüber nackten Jungs in Socken angenommen werden.

Jeff: I mean, where exactly do you take your socks off? My advice is to take them off right after your shoes, and before your trousers. That’s the sock gap. Miss it, and suddenly you’re a naked man in socks. No self-respecting woman will ever let a naked man in socks do the squelchy with her.

Da hat wohl irgendwer in Australien nicht aufgepasst, denn

[i]n Queenslands Hauptstadt Brisbane allerdings werden die (männlichen) Radler [Umweltaktivisten, die am World Naked Bike Ride teilnehmen, d. Autor] per Polizei-Dekret aufgefordert, ein Kleidungsstück zu tragen: eine Socke.

Mehr dazu gibt es übrigens bei Boulot, Métro, Dodo, wo meine Schwester nun schon den zweiten Blogeintrag in dieser Woche veröffentlicht hat. Auch das wohl ein Web 2.0 Effekt… der erste ist übrigens ein sehr stimmungsvoller, wunderschön bebilderter Bericht aus dem vorkarnevalistischen Venedig.

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Battle of the sexes…

OK, not that I’m not sufficiently busy, but I’ve nonetheless started a new blog – in German. Three weeks ago, when I was in Hamburg to visit my sister, I met with Lyssa and the ordinary seaman for a coffee and a chat. And since some angry and apparently scared female journalists at the German weekly „Die Zeit“ had just decided that a popular female tv presenter’s rather anachronistic opinion with regard to gender equality was sufficient reason to publish a similarly anachronistic and similarly strange special feature calling for a rejuvenated feminism, we touched briefly on the idea that a topical blog might be an interesting way to increase the quality of gender-related discussions. So, about a week later, I ordered the domain „battleofsexes.de„, which is, as of this afternoon, online – as opposed to my usually extensive templating customizations, I have installed a simple and barely customized wordpress template for the time being. Still, the project is online. And now it’s got it’s first link. May many more follw :).

For now the blog is operated (oops, almost used ‚manned‘ ;) ) by my sister and me, for gender equality reasons. But in the interest of widening the spectrum of opinions, other contributors will hopefully join the battle at a later stage.

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almost a diary, German Politics, oddly enough, sex

Mal ernsthaft…

Seit wann schreibt denn der Spiegel seine Schlagzeilen nach Bild Vorlage und mit Bindestrich?

„Sex-Lehrerin schickt Schüler Nacktfotos“

Ich hoffe, das bleibt ein Ausrutscher.

Ach ja, darum geht’s – eine wegen Sex mit einem Schüler offensichtlich zu acht Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilte ehemalige Lehrerin, soll nach ihrer Entlassung angeblich bereits zweimal gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen und zu dem betroffenen Schüler Kontakt aufgenommen haben (vermutlich per Email…). Daher ist sie nun bis zu einem weiteren Verfahren in Haft.

Mal ehrlich – ohne den Sex mit Bindestrich vor der Lehrerin ist die Geschichte wirklich nur eine Randnotiz, und keinen Eintrag im SpOn Newsletter wert, oder?

Ach ja, auch das ist passiert, während ich Nora Tschirner beim Fußballspielen bewundert habe: Die polnische Regierung gibt sich weiterhin jede erdenkliche Mühe, nicht ein einziges außenpolitisches Fettnäpfen auszulassen und damit die Gründe für die Kritiker einer engen energiepolitischen Zusammenarbeit mit Polen frei Haus zu liefern: What goes around comes around. Der polnische Außenminister Radek Sikorski zur geplanten deutsch-russischen Baltic Sea Pipeline:

„Wir sind besonders sensibel , wenn es um Korridore geht und darum, den Osten Europas anders zu behandeln als den Westen“, so der polnische Verteidigungsminister zu SPIEGEL ONLINE. „Das erinnert an Locarno und an den Molotow-Ribbentrop-Pakt. Das ist 20. Jahrhundert.“ Der Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der stalinistischen Sowjetunion hatte 1939 zu einer Aufteilung Polens zwischen den beiden Mächten geführt.

Zwar habe Bundeskanzlerin Merkel den Polen Konsultationen zur Pipelinefrage angeboten, sagte der Minister auf Nachfrage weiter. Die deutsche Regierungschefin habe aber keine Bereitschaft gezeigt, an dem Deal etwas zu ändern. „Erst Entscheidungen zu treffen und dann Konsultationen anzubieten, ist nicht unsere Vorstellung von europäischer Solidarität“, so Sikorski. „Wir sind erstaunt, dass Deutschland etwas tut, das zum Nachteil der deutschen Konsumenten ist und dessen geopolitisches Ziel gegen Polen gerichtet ist.“

Die Ostseepipeline werde die deutschen Verbraucher sechs Milliarden Euro kosten, ohne dass sie dafür etwas bekämen. Dagegen untergrabe das Projekt das Vertrauen der Polen in ihren westlichen Nachbarn.

Nun mag man sich in der Tat fragen, ob es sich beim Pipeline Project um eine werthaltige Investition handelt. Aber daß die deutschen Verbraucher nichts für ihre zukünftigen Stromkosten bekommen, kann man nun nicht behaupten: Die Pipeline stärkt die gegenseitige Abhängigkeit Russlands und der EU, und reduziert die Abhängigkeit von Anbietern und Nachfrager von den Transitländern wie Polen.

Natürlich will niemand eine Konfrontation mit Polen. Aber das Problem ist doch schlicht, daß die polnische EU-/Politik der letzten Jahre, inklusive aller neu-europäischen Extratouren, mindestens soviel zu der Situation beigetragen hat wie das gute Verhältnis von Gerhard Schröder und Vladimir Putin.

Es wäre also angebracht, am Fundament für eine Zusammenarbeit in der Zukunft zu arbeiten, anstatt diese beim Jammern über die Konsequenzen einer problematischen Politik aus den Augen zu verlieren. Ich bin wirklich kein Fan von Jaques Chirac – aber hier hat mal wieder jemand die Chance verpaßt zu Schweigen.

Ach ja – Nora Tschirner ist wie immer sehenswert – auch wenn ihr neuer Film, der klischeebeladene FC Venus, leider nicht die geringste schauspielerische Herausforderung für sie bereithielt. Aber sie mag eben den Christian Ulmen… und ja, routiniert lustig ist der Film trotz der Klischees. Routine ist nicht schlecht, im Gegenteil, der neue neue junge deutsche Film muß Routine bekommen, bevor er sich kreativ wieder weiterentwickeln kann. Aber wie beim echten Fußball ist es auch hier in den Konsolidierungsphasen: Man erwartet Kunst und Inspiration und bekommt grade nur soviel davon, daß man hungrig bleibt, aber man nicht verhungert.

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battleofthesexes, sex

Die Saudis, der Sex und die Syrerinnen.

So wie es sich ja mittlerweile unter Technologiemanagern aller Nationen herumgesprochen hat, daß die Pornobranche eine treibende Kraft der technischen Entwicklung ist – es wird ja z.B. behauptet, daß die Unentschiedenheit der Produzenten im San Fernando Valley der wirklich wesentliche Grund für die Plattformstreitereien bzgl. der DVD-Nachfolgegeneration sei – erlaubt wohl auch die nicht-mediale Rotlichtbranche einen Blick in die Zukunft von Migrationsbewegungen und internationaler Arbeitsteilung.

Für Spiegel Online hat Jasna Zajcek einen höchst interessanten Überblick über den Markt der besonderen zwischenmenschlichen Dienstleistungen in Syrien geschrieben, einem Land, in dem Prostitution offiziell natürlich vollkommen verboten und mit hohen Gefängnistrafen belegt ist. Die Strafen sind nicht ganz so extrem wie in Afghanistan unter den Taliban, aber Frau Zajcecks Bericht ist wieder mal ein Beleg dafür, daß eine kulturell bedingte extrem restriktive Handhabung dieses Marktes weder die Kultur noch die das Geschäft ausübenden Frauen schützt.

Im Gegenteil, die männliche kulturelle Dominanz führt scheinbar dazu, daß die „costs of breaking the law“ vor allem von den Frauen getragen werden, was in Extremfällen wie dem Afghanistan der 1990er Jahre
zwar nicht zum Verschwinden des ältesten Gewerbes der Welt geführt hat, wohl aber zur nahezu vollständigen Verelendung der Prosituierten, wie Berichte der afghanischen Frauenrechtsorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Agfhanistan) nahelegen (Rawa: Prostitution under the rule of Taliban) .

Immerhin, der Bericht legt nahe daß zumindest ein wesentlicher Teil der in Syrien tätigen Frauen der Tätigkeit aus eigenem Vermögensinteresse und nicht unter direktem Zwang nachgeht.

Im Hinblick auf das vor einigen Tagen bekannt gewordene Verhalten einiger Kölner Moslems wegen der Abbildung der Saudischen Flagge auf einem Plakat (neues Fenster) des Kölner Bordells „Pascha“ ist der folgende Teil des Artikel ganz besonders Aufschlußreich…

Bei der Damaszener Immobilienagentur „Ak-Kaarai“ mieten vor allem Saudis „Apartments mit Hausmädchen“, die sich dann um die Erfüllung aller Wünsche kümmern und bei Nichtgefallen von der Agentur ausgewechselt werden. Zu den Aufgaben des Hausmädchens gehört auch die Organisation von dienstbaren Kolleginnen rund um die Uhr.

Ein „Einsatz“ wird normalerweise mit zwanzig Dollar berechnet, und „die ganze Nacht gibt es für hundert Dollar“ erklärt leise ein Mitarbeiter der Agentur, der ungenannt bleiben möchte. Er beschreibt das Prozedere: Kurz nachdem der Auftrag die Damen auf ihrem Mobiltelefon erreicht, kommen diese per Taxi ins Apartment. Da der staatliche Sicherheitsdienst tagsüber, solange die europäischen Kulturtouristen den Charme der sechstausend Jahre alten Stadt genießen, wachsam ist, verhüllen sich die Damen aus dem ältesten Gewerbe der Welt zum „Special Room Service“ unter Kopftuch und dem traditionellen, schwarzen islamischem Gewand.

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oddly enough

Distance relationships can be problemtic…

but under no circumstances whatsoever should you repeat what this man in Chicago did because he had problems with his girlfriend in Poland. Dismembering yourself with stolen knives is definitely not a method to patch things up with a girl.

Man severs own penis, throws it at officers

Before cops threw the book at him, Jakub Fik threw something unusual at them — his penis.

Fik, 33, cut off his own penis during a Northwest Side rampage Wednesday morning. When confronted by police, Fik hurled several knives and his severed organ at the officers, police said. Officers stunned him with a Taser and took him into custody.

Doctors at Northwestern Memorial Hospital reattached Fik’s penis Wednesday, sources said. He was listed in good condition Thursday, according to hospital spokesman Andrew Buchanan, who declined to comment further.

….

Fik, who lives in the 5400 block of W. Berenice, is charged with two counts of aggravated assault and one count of criminal damage to property, said Officer Laura Kubiak. He told paramedics he was distraught over problems with his girlfriend in Poland, Dolan said. ( (Chicago Sun-Times)

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