"PEGIDA DRESDEN DEMO 12 Jan 2015 115724078" by Kalispera Dell - http://www.panoramio.com/photo/115724078. Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:PEGIDA_DRESDEN_DEMO_12_Jan_2015_115724078.jpg#mediaviewer/File:PEGIDA_DRESDEN_DEMO_12_Jan_2015_115724078.jpg
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Of Popper and Pegida. Open societies and anthropological imperatives.

It’s funny. Back at the LSE, where Popper taught and where I lived in an apartment named after him, when I wondered about the anthropological appropriateness of human coordination, I concentrated mostly on the problems arising from human interest seeking with guile given bounded human rationality. I never even wondered what else could challenge an open society.

Now, looking at the recent electoral successes of the populist right in some European countries, the new confused protests against „the system“ like Pegida in Dresden, and – as in the case of the young woman of the Polish nationalists portrayed in the Guardian’s video below – the intense desire of *inherent belonging*, I’m wondering more and more about the anthropological appropriateness of the more and more abstract societies that we live in – that our way of life technologically requires. Dissociation. What a philsophical chameleon. How can we combine these two layers in a way that takes both abstract universalism and the desire for inherent belonging seriously? Particularly when it’s a year without a Football Championship?

It’s a truly imperfect analogy, but somehow this reminds me of the way the Israeli sociologist Eva Illouz considers BDSM/50 Shades of Grey as a self-help movement trying to come to terms with the immensely conflicting modern individual meta narratives of autonomy and love. Ourselves dissociating from ourselves, in a way. Of course, putting this conflict on a stage doesn’t reconcile it – autonomy necessarily wins the real world. That’s how we rationally want it, even though we can’t seem to handle it.

So, in a way, the real question for us, in this dilemma, becomes: Knowing that, how can we let ourselves believe we still believe in love? And, in turn: Can we find a way to not feel dissociated in an abstract society, knowing that we are, and that we choose to be?

Are we able of believing that conscious lie? Maybe. After all, isn’t lying to ourselves how the existentialists got over the most fundamental dissociation? We *must imagine* Sisyphus happy, don’t we?

https://embed.theguardian.com/embed/video/world/video/2015/jan/19/pretty-radical-young-woman-poland-far-right-video

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Image source: „PEGIDA DRESDEN DEMO 12 Jan 2015 115724078“ by Kalispera Dell – http://www.panoramio.com/photo/115724078. Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.

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Mehr Überwachung ist definitiv *nicht* Charlie.

Netzpolitik.org berichtet über erneute Überwachungsvorschläge der europäischen Innenminister, die heute in Paris vorgestellt wurden.

Man kann schlicht nie ausschließen, daß sich Irre eine Kalschnikow besorgen. Das Risiko kann nicht durch aktivistische, freiheitsbeschränkende Sicherheitspolitik.reduziert werden, sondern nur durch die eindeutige gesellschaftliche Botschaft, daß Terror eben nicht terrorisiert. Es sind die morgenluftschnuppernden Innenpolitiker, die das im Gegensatz zu immer mehr Menschen und Gerichten nicht verstehen und jetzt mal wieder die vermeintliche Gunst der Stunde zum Durchdrücken umstrittener Überwachungmaßnahmen nutzen wollen.

Aber wer die Freiheit beschränken will, um sie zu retten, ist nicht Charlie.

Crossposted auf facebook – https://www.facebook.com/tobias.schwarz/posts/10153547918744062

Bildquelle: „Rassemblement 07 janvier 2015 Charlie Hebdo (6)“ by Corentin BéchadeOwn work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

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Audience fragmentation oder völkische Echokammern?

Montags-Mahnwachen von links? Pegida von rechts? Die Formen der Protestbündelung im vergangenen Jahr entzieht sich einer klaren Verortung.

Ist das nur die irgendwann zu erwarten gewesene Konsequenz aus der sozialen und medialen Fragmentierung, des Endes des semantischen Gate-Keepings, auch und vor allem durch das Internet, die jetzt auch im „echten“ Leben als Demonstrations-Echokammer ihren Ausdruck findet? Werden wir uns an eine Art quasi-Pillarisierung und stärkere Meinungskonstraste in der öffentlichen Debatte gewöhnen müssen, wie sie die politische und mediale Landkarte in den USA schon deutlich zeigt?
Jutta Ditfurth beschreibt im Interview mit Gerd Scobel zwar das Echokammer-Phänomen aus ihrer Sicht, aber sieht darin etwas, das der Fragmentierungs- und Echokammerthese ja eigentlich widerspricht – http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=48407 –

„Man sieht jetzt im Moment etwas in der Nahsicht etwas, was später in deutschen Geschichtsbüchern verwischt aussehen wird. Man kann jetzt sehr genau beobachten, im Detail beobachten, wie völkische Bewegungen entstehen.“

Ich sehe das bei aller Peinleichkeit der Veranstaltungen ehrlich gesagt (noch?) nicht, und ich weiß auch nicht, ob es wirklich so sinnvoll ist, hier Motivzuschreibungen vorzunehmen, die ja vor allem eigene Projektionen sind.

Speaking of Projektionen… die gehören ins Kino.
http://youtu.be/Wmilvm3KIgw

#pegida

Ursprgl. veröffentlicht auf facebook.

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Datenschutz, facebook link, privacy

Parteitagsantrag: Nichts gelernt – die CDU will immer noch die Vorratsdatenspeicherung.

Ach CDU, wie oft wollt Ihr Euch von den Verfassungsgerichten dieser Welt denn noch auf die Finger hauen lassen. Tut das nicht langsam ein bißchen weh? Ist das nicht langsam ein bißchen peinlich? Noch dazu, wenn doch klar ist, daß es dafür in der Zeit nach Snowden *weder* eine parlamentarische noch eine gesellschaftliche Mehrheit gibt? Nirgendwo. Zwei Tage nach dem Ende der Netzneutralität? Muß man dann mehr nicht verfassungsgemäße staatliche digitale Überwachung von Bürgern zum Parteitagsantrag machen? Gibt es denn echt nichts anderes, das man den Innenpolitikern zur Gesichtswahrung anbieten könnte, ohne gleich der Öffentlichkeit wieder klar zu machen, daß das ganze digitale Gerede keine Agenda sondern immer noch #Neuland ist?

Via netzpolitik.orgUnbelehrbar: CDU fordert Vorratsdatenspeicherung und Quellen-TKÜ

#Schade #Traurig #CDU #Parteitag #Netzpolitik

Ursprünglich auf facebook gepostet: https://www.facebook.com/tobias.schwarz/posts/10153420800054062
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Ein Regenbogen über der Mauer
almost a diary, facebook link

Mein Mauerfall. 25 Jahre danach.

Im Oktober 1989 war ich zum ersten Mal in Berlin, zum West-Weltstadtluftschnuppern. Damals noch mit der Pan-Am. Die gibt es auch nicht mehr.

Ich habe die Mauer gerade noch in ihrer trennenden Brutalität erlebt, im Blick von den Aussichtsplattformen am Brandenburger Tor und neben dem Gropius-Bau. Ein ähnliches Gefühl hatte ich erst 2009 wieder, als ich auf dem Gelände der Vereinten Nationen in Panmunjom aus Süd-Korea in den Norden blickte. Und dann 2012 im Banksy-Shop direkt an der Mauer in Bethlehem.

West-Berlin war für mich eine Insel der Ruhe vor dem Sturm. Am 18. Oktober saß ich zum Mittagessen mit meiner Schwester und meiner Mutter, die aus Schwerin stammt und 1955 die DDR verlassen konnte, im Kaffee Kranzler auf dem Ku’Damm. Ich konnte die damals noch vorhandene große Infowand am Haus gegenüber sehen, meine Schwester und meine Mutter nicht. Als ich las, daß Erich Honecker offenbar entmachtet worden war, konnte es meine Mutter nicht glauben. So erging es vermutlich vielen.

Just an diesem Tag, machten wir nach dem Mittagessen eine organisierte Stadtrundfahrt durch Ost-Berlin. Zwangsumtausch, Treptower-Ehrenmal, Pergamon-Museum und Kaffee und Kuchen. Letzteres war schon nicht mehr plangemäß durchführbar, zu viele der Mitarbeiter des staatlichen Bewirtungsbetriebs waren dem Ruf der Freiheit Richtung Ungarn gefolgt. Zerfall und Neuanfang waren hier fast schon mit beiden Händen greifbar, während sich die SED Spitze verzweifelt um Egon Krenz scharte. Auf dem Rückweg in den Westen wurde der Bus 45 Minuten untersucht. An einer Grenze, die es in dieser Form nur noch wenige Tage geben sollte.

Im Juni 1990, eine Woche vor der Wirtschafts- und Währungsunion der beiden deutschen Staaten, war ich zum zweiten Mal in Berlin. Diesmal lief ich durch das Brandenburger Tor. Und auf dem Weg nach Potsdam wurden nicht mal mehr unsere Pässe kontrolliert.

Heute bin ich relativ oft in Berlin. Weil zusammengewachsen ist, was zusammen gehörte. Es gibt zweifelsohne immer noch Dinge und Ansichten, die den Osten und den Westen Deutschlands voneinander trennen, insbesondere in Berlin. Aber eine Mauer ist es nicht mehr. Nicht in der Stadt, und nicht in den Herzen.

Auf Europa. Auf Deutschland. Auf Berlin. Arm, sexy, aber vereint. Und darauf, daß eines Tages nirgendwo auf der Welt mehr Familien, Freunde und Liebende von Mauern und Grenzen auf Karten und in Köpfen getrennt werden.

#fallofthewall25 | zuerst veröffentlicht auf facebook – http://ift.tt/1tjgXAs

An English version of this post has been published on A Fistful of Euros: http://fistfulofeuros.net/afoe/i-saw-the-wall-mr-gorbachev-tore-down/

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Bürgerrechte, Datenschutz, media, privacy

Angst vor Google.

Matthias Döpfners (Vorstandsvorsitzender von Axel Springer SE) Google-Kritik in der FAZ ist wirklich lesenswert, auch wenn Google als Datenkrake angesichts der im letzten Jahr bekannt gewordenen Dimension staatlicher Überwachung möglicherweise nicht mehr so bedrohlich wirkt wie vorher. Der Artikel ist denn auch am stärksten an den Stellen, an denen er das gesellschaftliche Bedrohungspotential von Datensammlungen betont. Am schwächsten da, wo er die geschäftliche Abhängigkeit herausstellt.

Man kommt leider nicht umhin, sich zu fragen, inwieweit Döpfners Plädoyer für Freiheit und Datenschutz nicht ein wenig vorgeschoben ist. Es bleibt in diesem Zusammenhang abzuwarten, wie die Presseerzeugnisse seines Hauses auf solche Aussagen in den anstehenden Datenschutz-Debatten reagieren werden. Interessant finde ich auch die nur halbherzig versteckte regulative Drohung, mit der er schließt:

„Ein anderer Weg wäre die freiwillige Selbstbeschränkung des Siegers. Ist es wirklich klug, zu warten, bis der erste ernstzunehmende Politiker die Zerschlagung Googles fordert? Oder, noch schlimmer: bis die Bürger Ihnen die Gefolgschaft verweigern – solange sie noch können? Wir jedenfalls können es schon nicht mehr.“

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More money twenties from switzerland
Economics, finance

Kontext zum Fall Hoeneß: Banken, Beratung, Steuerrecht und Moral.

Selten so viele gute Fragen und auch ein paar Antworten zum Fall Hoeneß auf einer Seite gesehen wie bei Matthias Kroener, dem bloggenden Vorstandsvorsitzenden der Fidor Bank AG: Hoeneß & Vontobel: Fragen über Fragen…

Endlich nimmt auch jemand mal die Rolle von Hoeneß Bank ins Visier, die sich aus meiner Sicht bisher elegant aus der Diskussion raushalten konnte, vielleicht weil Hoeneß lieber in den Knast geht als als inkompetent dazustehen (oder: insert „Verschwörungstheorie zum Thema Fußballtransfers“). Nachdem das Urteil des Landgerichts durch den beiderseitigen Verzicht auf Revision gültig ist und Uli Hoeneß seine Haftstrafe antreten wird, sollte man das Kapitel ja eigentlich beenden.

Und trotzdem. Als Antwort auf das doch eher schwachbrüstige Interview mit dem Moralphilosophen Julius Schälike auf zeit.de vor ein paar Tagen, der doch tatsächlich meinte, in der spezifischen aktuellen Struktur der Besteuerung von Finanztransaktionen einen inhärente Moral zu sehen, gegen die Hoeneß bewußt verstoßen habe, hier ein Zitat aus dem verklinkten Artikel. Wenn man hier etwas erkennen kann, dann, daß es eines in dem Bereich eben nicht gibt: moralische Prinzipien, die in irgendeiner Weise als Grundlage von Besteuerung dienen (können). Der Umkehrschluß ist nicht ganz so einfach, weil ja Vorsatz bestehen muß. Und selbst der wird ja juristisch nicht immer ganz nachvollziehbar fingert, vermutlich besonders dann, wenn die Situation auch nach einem Verfahren so unklar ist wie in diesem Fall.

Alexis Eisenhofer, Gründer und Chef von financial.com, kommentiert auf Facebook: “Hätte Uli die Trades in einem Spezialfonds durchgeführt, wäre die Steuer erst bei der Anteilsrückgabe angefallen – eine Ausschüttung auf die private Ebene aber gab es wohl nie. Dann wäre die ganze Steuerdiskussion hinfällig, weil es auch nach deutschem Steuerrecht bei Fondsumschichtungen keine Steuer gab/gibt. Das ist die wirkliche Tragik an der Geschichte. Der Uli wurde einfach falsch beraten.”

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dating and gender

Weltfrauentag 2014: Feminismus vs. Liberalismus?

Harter Tobak. Wenn man bedenkt, daß der Anlaß für den Text der morgige Weltfrauentag ist, sind das schon verdammt harte und wenig feierliche Worte, die da von der Titelseite der aktuellen ZEIT („Was will das Weib?„) schallen:

‚Die europäische Frauenbewegung ist dabei, zu einer Art Staatsfeminismus zu werden, einer Nelke in Aspik. Der schwedische Staat ist da beispielgebend. Er steht für „kollektive moralische Prinzipien und entscheidet, welche Lebensentwürfe erstrebenswert sind“…‘

Natürlich steht *jedes Gemeinsystem* für kollektive moralische Prinzipien und entscheidet, welche Lebensentwürfe erstrebenswert sind, die entscheidende Frage dabei ist daher: welche Freiheitsgrade bestehen (siehe auch meinen Artikel zum Grünen liberalen Selbstverständnis auf istdasliberaloderkanndasweg – „Cowboys, oder die Zukunft des Liberalismus„).

Und dabei kommt der von Mariam Lau im Artikel beschriebene Feminismus in der westlichen Welt ziemlich schlecht weg, während sie auf die Mißstände bei den Menschenrechten für Frauen und damit des Feminismus in anderen Teilen der Wet hinweist. Natürlich werden viele Ihre Wahrnehmung nicht teilen, wie auch die Reaktionen auf vorherige Artikel zum Thema bezeugen.

Aber ein solcher Artikel am Vorabend des Weltfrauentags sollte doch auch Anlaß zu Nachdenklichkeit sein.

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filme

Lola Pennt

„Lola pennt“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Sebastian Linke, Michèle Fahl und mir. Wie so oft war die Idee, einen kleinen drei-minütigen Kurzfilm für das Internationale Kurzfilm-Festival Hamburg zu machen. Das Thema war 2012: „Remake“. Also haben wir uns mit ein paar großartigen Schauspielern – Carolin Freund, Konstantin Keidel, Lilian Mazbouh und Florian Gärtner –  an Tom Tykwers Erfolgsfilm „Lola rennt“ versucht. Das Ergebnis könnt ihr hier bewundern –

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=L8kIKI5IPLg
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Acting, cinema, filme, Kurzfilm, short film

Benjamin Störter und Nikolaus Halbrath über die Aufklärung im digitalen Zeitalter

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Bonus-Material zu Sebastian Linkes Kurzfilm Fun-Family-Fit (Trailer). Zusammen mit Jürgen List improvisiere ich eine Talk Show zum Thema Aufklärung im digitalen Zeitalter, die, wie die allermeisten Talk-Shows auch problemlos als Loop funktionieren.

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=JiRPStcJrhk
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